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Online Daten des Verstorbenen

Wie gehe ich mit den Online Daten des Verstorbenen um?
Wie kann ich diese schützen?

Heutzutage besitzt fast jeder Mensch eine E-Mail-Adresse oder hat diverse Profile auf verschiedenen Plattformen. Die dort gespeicherten Daten sollten so schnell es geht gespeichert und die Profile privatisiert oder entfernt werden, damit im Nachhinein kein Datenmissbrauch stattfinden kann. Viele Menschen speichern ihre Passwörter auch in Dateien auf einem Rechner, einem USB-Stick oder schreiben sie in einem Notizheft zusammen. Bevor Sie also eine Entfernung beantragen, suchen Sie erst mal alles ab. Damit geht einiges leichter.

Wichtig zu Anfang:

Nehmen Sie sich für diese Aufgaben einen Vertrauten, der Sie bei der Arbeit unterstützt und Ihnen zur Hand geht!

Halten Sie folgende Dokumente bereit oder scannen Sie sie bereits vorher alle ein:

  • Heiratsurkunde / Scheidungsurteil / Geburtsurkunde
  • Personalausweis des/der Verstorbenen
  • Erbschein
  • Sterbeurkunde

Nehmen Sie sich nun die Zeit und machen zu allererst eine Liste mit allen Profilen, Konten und Ähnlichem, von denen Sie wissen. Fragen Sie auch Freunde des Verstorbenen, ob diese noch von diversen Konten wissen, die Ihnen bisher unbekannt waren.

Für die bekanntesten Anbietern haben wir hier Anleitungen für Sie, wie Sie die Profile des Verstorbenen Entfernen lassen können. Bei allen anderen wenden Sie sich einfach über ein Kontaktformular an die Betreiber und orientieren sich dabei gerne an denen von uns zur Verfügung gestellten Formulierungen.

E-Mail-Accounts

GoogleMail

GMail bietet seinen Inactive Account Manager an. Dort kann man in den Einstellungen eintragen, nach wie langer inaktiver Zeit der Account gelöscht werden soll und an wen die vorhandenen Daten versendet werden sollen. Dies muss man jedoch vorher einstellen. Sonst ist es relativ schwer, das Googlemail-Profil ohne Zugangsdaten zu löschen.

GMX und WEB.de

Die Accounts auf GMX und WEB.de löschen sich nach sechs Monaten Inaktivität automatisch. Nach der Entfernung hat man sechs Monate Zeit, um den Account wieder zu aktivieren. Danach ist er endgültig gelöscht.

Soziale Netzwerke

Facebook

Hat man das Passwort des Verstorbenen nicht vorhanden und möchte das Profil löschen, so hat man zwei Möglichkeiten, die Facebook einem bietet. Zum einen kann man das Profil erst mal in einen Gedenkzustand versetzen:

(https://www.facebook.com/help/contact/?id=228813257197480)

Dieses Konto dient dann nur noch der Erinnerung. Es können keine Nachrichten gesendet werden und das Profil kann nicht verändert werden. Man kann lediglich Dinge auf die Pinnwand posten. Des Weiteren kann man über den Link auch die unmittelbare Entfernung des Profils beantragen. Dazu benötigt man lediglich eine Kopie der Sterbeurkunde und einen Nachweis, dass man der Erbe oder ein Verwandter ist.

Twitter

Den Twitter-Account eines Verstorbenen kann man ohne die Zugangsdaten nur sehr schwer löschen. Dazu muss man eine schriftliche Anfrage mit Kopie der Sterbeurkunde über das Kontaktformular senden. Eine Antwort darauf kann mehrere Wochen dauern.

LinkedIn

Über folgenden Antrag kann man die Entfernung eines Profils mithilfe der Sterbeurkunde beantragen:
https://help.linkedin.com/app/ask/path/ts-rdmlp

XING

Bei XING kann man auch wie bei LinkedIn die Entfernung beantragen. Jedoch wird hier vor dem Löschen eine Nachricht an die zu löschende Person gesendet. Erst wenn auf diese Nachricht innerhalb von drei Monaten nicht reagiert wird, wird das Profil gelöscht. (https://www.xing.com/help/kontakt-3)

Kauf- und Verkaufsplattformen

Amazon

Alle bereits bestellten Produkte, die noch offen sind, müssen von dem Erben bezahlt werden. Ist alles erledigt, kann man mit der Sterbeurkunde und dem Erbschein den Kundendienst kontaktieren und so den Account löschen lassen.

Ebay

Alle bereits gemachten Gebote und verkauften Artikel müssen vom Erben bezahlt und versandt werden. Daraufhin kann man wie bei Amazon mit der Sterbeurkunde und dem Erbschein eine Entfernung über das Kontaktformular oder über ein Anschreiben per Post beantragen.

Offline-Daten

Neben Accounts, Profilen, Abonnements und Mitgliedschaften haben viele Personen aber auch wichtige Dokumente auf ihren Computern, Laptops, Tablets, auf diversen USB-Sticks, Speicherkarten usw. gespeichert. Oft sind persönliche Fotos, Musik, wichtige Dokumente und einige Erinnerungsstücke dabei, die man als Angehöriger gerne als Erinnerung erhalten möchte.

Hier ein paar hilfreiche Tipps, die Sie vor und bei der Datensicherung beachten sollten:

  • tun sie dies nur in Anwesenheit von vertrauten Personen
  • machen sie sich mit dem Gedanken vertraut auch weniger schöne Informationen zu erhalten
  • überlegen Sie sich vorher, wo und wie Sie die gewünschten Dateien speichern möchten
  • legen Sie sich alle gefundenen Speichermedien bereit

Die meisten Speichermedien sind nicht geschützt und können dementsprechend an jedem beliebigen Rechner angeschlossen und geöffnet werden. Die grosse Hürde stellen Geräte dar, die Passwortgeschützt sind und wo die Zugangsdaten nicht vorhanden sind. Wenden Sie sich hierbei am besten an einen Spezialisten.


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