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Trauerbewältigung

Trauerbewältigung – Erste Hilfe für die Seele

Jeder Mensch trauert anders. Dabei kann man nicht sagen jemand trauert besser, länger, schlechter oder falsch. Hier gibt es kein Richtig und Falsch. Jeder Mensch durchlebt in den verschiedenen Trauerphasen «Leugnen, Wut, Schuldgefühle, Desorganisation, Verhandeln, Depression, Angst und Akzeptanz» andere Bedürfnisse und Gefühle. Jeder trauert unterschiedlich schnell.

Vielen Menschen helfen die Gespräche mit engen Freunden und ebenfalls Hinterbliebenen. Einige besuchen Trauergruppen oder Selbsthilfegruppen. Dies muss jeder Mensch für sich und seine Bedürfnisse selbst entscheiden. Denn einigen Menschen fällt es oft leichter mit fremden Menschen über ihre Gefühle zu sprechen. Denn oft fällt es auch Freunden und Verwandten schwer dem Trauernden gegenüber die richtigen Worte zu finden.

Denken Sie auch mal an sich selbst:

Gerade als Angehöriger steht man am Anfang vor einem grossen Berg an organisatorischen Pflichten. Freunde und Verwandte sehen einen als ersten Ansprechpartner und möchten einem helfen. Jedes Gespräch hat etwas unangenehmes, weil die meisten Personen nicht wissen wie sie mit einem sprechen sollen. Dies kann für die trauernde Person auf Dauer sehr anstrengend werden, weil man dadurch keine Zeit hat um selbst genug zu trauern.

Denken Sie deshalb öfter auch mal an sich selbst. Sie haben das Recht zu sagen, was sie benötigen. Sie müssen nicht jede Hilfe annehmen und Sie müssen sich nicht vor jedem dafür rechtfertigen, was und wie sie etwas gerade angehen möchten. Freunde und Verwandte werden das verstehen und erleichtert sein. Denn durch offene Gespräche und Kommunikation zeigen Sie auch Ihrer Aussenwelt, dass Sie es äussern werden, wenn Sie Unterstützung benötigen.

Kinder trauern anders – und benötigen Begleitung:

Kinder leben in der Gegenwart. Sie haben oft nicht die Möglichkeit alles zu erfragen, was sie auf dem Herzen haben und machen deshalb schneller mit ihrem alltäglichen Leben weiter als Erwachsene. Der Schock und die Trauer machen sich in Kindern eher in Verunsicherung breit. Deshalb benötigen sie hier ganz besonders die Unterstützung ihrer Eltern. Der Trauerprozess von Kindern ist nicht klar erkennbar. Sie äussern ihre Trauer weniger in Worten als in nonverbalen Ausdrucksweisen, wie z.B. gemalten Bildern.

Um Kinder an den Verlust einer geliebten Person heran zu führen, sollte man darauf achten, die Informationen über den Todesfall schrittweise preiszugeben und so das Kind langsam an den Vorfall heran zu führen. Zudem sollte man auch Kindern nicht den Abschied von dem Verstorbenen verwehren, sondern ihn bei dem Abschied begleiten und zur Seite stehen.

Tipps für Freunde und Verwandte:

Ein Todesfall ist auch für Freunde und Verwandte der Angehörigen nicht leicht und ein sehr sensibles Thema. Viele Menschen wissen dann oft nicht, wie sie mit den Angehörigen umgehen sollen. Viel Aufmerksamkeit und häufiges Nachfragen oder lieber alleine lassen? Wie verhält man sich richtig?

Leider gibt es hier keine allgemeingültige Antwort, denn jeder Mensch trauert anders und hat dementsprechend auch andere Bedürfnisse. Wichtig ist hier: Es gibt meist keinen Trost, aber es gibt Beistand.

Empfohlen wird von Psychologen: Zeigen Sie Nähe, laden Sie ein und klopfen Sie auch mal unaufgefordert an. Menschen die trauern haben oft Probleme damit auf andere Menschen zuzugehen, deshalb vermeiden Sie Sätze wie: «Du kannst mich jederzeit anrufen!» und verwenden Sie stattdessen lieber Sätze wie: «Ich rufe dich morgen Nachmittag an!». So kann sich die Person darauf einstellen und immer noch absagen, sollte sie in dem Moment nicht dafür bereit sein.


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